DekabristenDie Dekabristen (russisch: "dekabr" = Dezember, deswegen im deutschsprachigen Raum auch als Dezembristen bekannt) waren "adlige Revolutionäre" (Lenin), die am 14./26. Dezember im Jahr 1825 den Eid auf den neuen Zaren Nikolaus I. verweigerten. Damit bekundeten sie ihren Protest gegen das absolutistische Zarenregime, gegen Leibeigenschaft, Polizeiwillkür und Zensur. Sie dienten in Petersburger Eliteregimentern und waren sehr gebildet. Fünf der rebellischen Offiziere wurden gehängt, einige wurden degradiert und sehr viele zu Zwangsarbeit in Sibirien verurteilt.
Dort haben sie als Strafgefangene Kultur und Bildung in diesen damals recht wilden Landstrich gebracht und werden deshalb heute von den Menschen in Sibirien verehrt.
Die Dekabristen waren die erste bewusst gegen das zaristische Regime gerichtete revolutionäre Bewegung, deren Programm im sozialen Bereich bis zur Aufhebung der Leibeigenschaft, politisch bis zur Errichtung einer Republik oder wenigstens eines konstitutionellen Regimes reichte. Die Dekabristen formierten sich im Jahre 1825, in dem Moment, als nach dem Tod Alexanders I., der keinen direkten Erben hinterlassen hatte, die von seinem Bruder Konstantin abgelehnte Krone an den anderen Bruder Nikolaus übergehen sollte.
Die Bewegung nahm ihren Ausgang nicht von den unterdrückten Klassen selbst, sondern von den privilegierten Kreisen. Die Verschwörer nutzten die Verzögerung in der Thronfolge und machten sich an die Durchführung ihrer Vorhaben, die herangereift und von langer Hand vorbereitet waren. Sie gewannen einige Regimenter der Hauptstadt für die Revolte, die in Petersburg zum Ausbruch kam. An der Spitze der Bewegung standen Offiziere der kaiserlichen Armee. Der Aufstand wurde niedergeschlagen nach einem kurzem Gefecht zwischen den Aufständischen und den regierungstreu gebliebenen Gruppen auf dem „Platz des Senats“. Einige zaghafte Versuche in der Provinz wurden im Keim erstickt.
Der neue Zar Nikolaus I. war von der Revolte so stark beeindruckt und leitete die Untersuchungen persönlich. Diese wurden mit größtmöglicher Sorgfalt durchgeführt. Man versuchte, selbst die entferntesten Sympathisanten der Bewegung aufzustöbern. Die Repression, die sich als „exemplarisch“, als endgültig verstand, schreckte vor Grausamkeiten nicht zurück. Die fünf wichtigsten Initiatoren, Michail Pawlowitsch Bestuschew-Rjumin, Pawel Iwanowitsch Pestel (Führer des Südbundes), Sergei Iwanowitsch Murawjow-Apostol (Führer des Nordbundes), Kondrati Fjodorowitsch Rylejew, Kachowski, starben auf dem Schafott: hunderte von Menschen wanderten in Gefängnisse, wurden ausgewiesen oder zur Zwangsarbeit deportiert.
Da der Aufstand im Dezember (russisch Dekabr) stattfand, nannte man die Aktiven der Bewegung Dekabristen. Der Begriff kann jedoch auch in einem weiter gefassten Sinn verstanden werden, indem die an der nachträglichen Mythologisierung und Legendenbildung beteiligten Personen miteinbezogen werden. Auf dem kultur- und mentalitätsgeschichtlichen Sektor ist dieser Aspekt von großer Bedeutung. Eine interessante Rolle spielen in diesem Zusammenhang auch insgesamt dreizehn Frauen, die ihren Ehemännern bzw. Geliebten freiwillig in die Verbannung nach Sibirien folgten. Eine herausragende Gestalt hierbei ist die Fürstin Marija Nikolaewna Wolkonskaja, die die Eindrücke ihrer Reise und ihres jahrzehntewährenden Aufenthalts in Memoiren festgehalten hat.
Weblinks
- [http://www.dekabristen.de.vu Die Dekabristen in Irkutsk]
Dekabristenalphabet
Der Protokollführer jener Untersuchungskommission, die am 13. Juli 1825 das Urteil über die Dekabristen fällte - Alexander Dmitrijewitsch Borowkow, hat ein Alphabet mit den Namen und Lebensdaten all derer zusammengestellt, die zu den Verhören geladen wurden. Dieses sog. Dekabristen-Alphabet ist eine wertvolle Quelle zur Dekabristenforschung. Einige authentische Lebensberichte findet man auch in dem Buch "Die Brüder Christi in Rußland" von Vincey (bei BoD erschienen) , mehr unter: www.vincey-home.de
Kategorie:Historische Partei (Russland)
Kategorie:1825
Russische Sprache
Die russische Sprache (früher auch Großrussisch genannt) ist die slawische Sprache mit den meisten Sprechern. Sie bildet zusammen mit dem Ukrainischen (früher auch als Kleinrussisch bezeichnet), dem Weißrussischen und dem Russinischen die Gruppe der ostslawischen Sprachen. Die russische Standardsprache beruht auf den mittelrussischen Mundarten der Gegend um Moskau.
Russisch wird von etwa 180 Millionen Menschen als Muttersprache gesprochen, von denen etwa 130 Millionen in Russland leben. Es ist Amtssprache in Russland, Weißrussland (zusammen mit Weißrussisch), Kasachstan (zusammen mit Kasachisch) und der zur Ukraine gehörenden Autonomen Republik Krim (zusammen mit Ukrainisch). In diesen und weiteren Staaten auf dem Gebiet der ehemaligen Sowjetunion ist es sowohl Muttersprache eines Teiles der Bevölkerung als auch Sprache eines großen Teiles des öffentlichen Lebens. Die russische Sprache ist ebenso eine verbreitete Sprache für Wissenschaft, Kunst und Technik. Zählt man die Zweitsprachler hinzu, kommt man auf etwa 300 Millionen Sprecher.
Alphabet
Russisch wird mit dem russischen Alphabet geschrieben (rus.: русский алфавит od. русская азбука), das dem kyrillischen Alphabet (rus.: кириллический алфавит od. кириллица) entstammt.
Seit der letzten Rechtschreibreform im Jahre 1918 besteht das russische Alphabet aus 33 Buchstaben. Davon dienen 10 Buchstaben zur Wiedergabe der Vokale, und zwar: а, е, ё, и, о, у, ы, э, ю und я. Die übrigen 22 Buchstaben werden zur Wiedergabe von Konsonanten verwendet, wobei die Buchstaben ъ und ь nicht zur Nachbildung bestimmter, eingenständiger Laute, sondern als Indikatoren für die Härte oder Weichheit vorangehender Konsonanten dienen [mehr dazu siehe unter: Russische Phonetik].
Siehe auch: Russische Rechtschreibreform von 1918
Aussprache
Die Aussprache der russischen Sprache bezeichnet die Phonetik und die Phonologie der russischen Standardsprache. Im weiteren Sinne kann darunter auch die Aussprache in verschiedenen Varietäten (Dialekten und Mundarten) der russischen Sprache verstanden werden.
Tonalität
Russisch ist eine nicht-tonale Sprache, d.h. die Tonhöhe der Vokale hat keinen Einfluss auf die Bedeutung eines Wortes. Auch wie im Deutschen wird im Russischen innerhalb oder am Ende eines Satzes unterschiedliche Stimmhöhe benutzt, um z.B. einen Aussagesatz von einem Frage- oder Ausrufesatz kenntlich zu machen. Die Stimmhebung oder -senkung dient hier aber dazu, um die Bedeutung eines Satzes zu ändern oder dessen bestimmte Teile klanglich hervorzuheben. In tonalen Sprachen hingegen ändert der Ton die Bedeutung einzelner Wörter.
Wortbetonung
Die Betonung eines Wortes (der Wortakzent) hat im Russischen eine wichtige und häufig eine sinnunterscheidende Bedeutung. Falsch betonte Wörter können zu Verständnisschwierigkeiten führen, insbesondere dann, wenn sie aus dem sprachlichen Kontext isoliert oder einzeln ausgesprochen werden. In der sprachwissenschaftlichen Literatur wird die russische Wortbetonung u.a. als frei und beweglich bezeichnet. So werden z.B. durch die Verlagerung der Betonung innerhalb einiger russischen Wörter ihre unterschiedlichen Flexionsformen gebildet.
Für eine ausführliche Darstellung siehe: Wortbetonung in der russischen Sprache
Phonetik
Die phonetische Struktur der modernen russischen Standardsprache zählt 42 bedeutungsunterscheidende Einzellaute (Phoneme), die sich wiederum in 6 Vokal- und 36 Konsonantenlaute aufteilen lassen. Das umfangreiche Phoneminventar des Russischen erklärt sich durch eine für slawische Sprachen typische Besonderheit der Aussprache, und zwar werden die meisten russischen Konsonanten sowohl hart als auch weich (palatalisiert) ausgesprochen. Hierbei handelt es sich aber nicht um so genannte Phone, sondern um einzelne Phoneme, denn jede dieser Aussprachevarianten ist bedeutungsunterscheidend. Einige russische Dialekte haben einen spezifischen Phonembestand, in dem einige Konsonanten vorwiegend hart bzw. palatalisiert oder etwas anders (z.B. guttural) ausgesprochen werden.
Die Aussprache russischer Vokale und Konsonanten variiert in Abhängigkeit davon, welche Position sie in einem Wort einnehmen. Dabei unterscheidet man bei Vokalen zwischen einer betonten und einer unbetonten Position. So wird beispielsweise das "o" als [o] in betonter und als [a] oder [ə] in unbetonter Position ausgesprochen. Die Aussprache vieler russischen Konsonanten wird wiederum durch andere, ihm nachfolgende Konsonanten bestimmt. So werden u.a. alle stimmhaften Konsonanten nicht nur am Wortende stimmlos ausgesprochen, sondern auch dann, wenn sie einem anderen stimmlosen Konsonanten vorangehen.
Im Unterschied zum Deutschen ist die Länge der Vokale im Russischen weder bedeutungsunterscheidend (wie z.B. in Stiel – still) noch für die richtige Aussprache eines Wortes ausschlaggebend. Die betonten Vokale werden in der Regel halblang ausgesprochen. Die unbetonten Vokale sind dagegen kurz und unterscheiden sich häufig von den entsprechenden betonten Vokalen auch qualitativ. Im Russischen gibt es keine Diphthonge. Sowohl Doppelvokale als auch zwei unterschiedliche, aufeinander folgende Vokale werden stets als einzelne Laute ausgesprochen (wie z.B. in Kooperation, aktuell, Museum, geimpft).
Für eine ausführliche Darstellung der russischen Phonetik siehe: Russische Phonetik
Grammatik
Wie die meisten slawischen Sprachen ist auch das Russische stark flektierend. In einer flektierenden Sprache ändert sich die Gestalt eines Wortes innerhalb diverser grammatischen Kategorien, und zwar einerseits durch Hinzufügung von Affixen (schwache od. äußere Flexion) oder durch Veränderung des Wortstammes (starke od. innere Flexion). Für das Russische sind die beiden Flexionsarten charakteristisch. Im Falle der starken Flexion verändert sich der Stamm vieler russischen Wörter bei deren Beugung (Deklination, Konjugation, Komparation), und zwar durch Ablaut (z.B.: мыть - мою, жевать - жуёт), Konsonantenverschiebung (z.B.: возить - вожу) oder Hinzufügung bzw. Wegfall der Stammvokale (z.B.: брать - беру, один - одна). Dabei können die Attribute der schwachen und der starken Flexion jeweils einzeln oder in Kombination miteinander auftreten (z.B.: жечь - жёг - жгу).
Wortarten und deren grammatische Kategorien:
Auch wie im Deutschen werden im Russischen Substantive, Adjektive und Pronomen nach Kasus, Genus und Numerus gebeugt und Adverbien nur gesteigert. Russische Verben werden hingegen nicht nur nach Tempus und Numerus, sondern in der Vergangenheitsform auch nach Genus gebeugt. Anders als im Deutschen werden im Russischen auch Eigennamen (Personen-, Städte-, Ländernamen u.ä.) und Zahlwörter gebeugt. Außerdem kennt das Russische weder bestimmte noch unbestimmte Artikel. Für die Anzeige von Kasus, Genus und Numerus treten stattdessen zahlreiche Suffixe auf. Bei einer kleinen Gruppe russischer Wörter können grammatische Kategorien durch Verlagerung der Wortbetonung von einer auf die andere Silbe gebildet werden (mehr dazu siehe unter: Wortbetonung in der russischen Sprache). Weitere Wortarten im Russischen sind Präpositionen, Konjunktionen, Fragewörter, Interjektionen, Frage- und Modalpartikeln sowie die Verbpartikel «бы». In einem Satz bleiben sie immer ungebeugt.
Substantive:
Das Russische kennt drei grammatische Geschlechter und sechs grammatische Fälle (Kasus). Bei der Deklination wird innerhalb der grammatischen Geschlechter weiterhin nach belebten (d.h. Lebewesen) und unbelebten (d.h. Sachen) Substantiven unterschieden.
Verben:
Eine Besonderheit der meisten russischen Verben besteht darin, dass sie zwei unterschiedliche Formen haben, um eine Handlung im Zeitgeschehen als vollendet oder unvollendet zu spezifizieren. In der sprachwissenschaftlichen Literatur wird diese verbale Kategorie als Aspekt bezeichnet (mehr dazu siehe unter: Der Aspekt in der russischen Sprache).
Tempus:
Im Unterschied zum Deutschen gibt es in der russischen Standardsprache nur eine Vergangenheitsform, die häufig als Präteritum bezeichnet wird. Diese Bezeichnung beschreibt aber lediglich die Art und Weise, wie die Vergangenheitsform russischer Verben gebildet wird. Diese erfolgt ausschließlich durch Änderung der Gestalt eines Verbs, wie etwa durch Anhängen spezifischer Suffixe, und nicht durch zusätzliche Nutzung von Hilfsverben, wie etwa von Verben „haben“ oder „sein“ im Deutschen.
Syntax (Satzbildung):
Da das Russische stark flektierend ist, sind die gebeugten Formen vieler russischen Wörter oft einzigartig und entsprechen jeweils nur einer bestimmten grammatischen Kategorie. Deshalb ist die Verknüpfung einzelner Satzglieder im Russischen nicht so streng wie im Deutschen geregelt. So muss das Subjekt nicht notwendigerweise unmittelbar vor oder nach dem Prädikat gesetzt werden, ein Aussagesazt kann mit dem Prädikat anfangen oder enden. Innerhalb kurzer Sätze oder einzelner, geschlossener Satzteile kann die Wortfolge oft stark dennoch nicht willkürlich variieren, ohne dabei die Satzsemantik zu verändern. Insbesondere in der Poesie wird dieses besondere Merkmal der russischen Syntax häufig verwendet, indem Sätze zuweilen durch eine unübliche Umstellung der Wörter gebildet werden und somit die Reimfindung erleichtern.
Einige Unterschiede zwischen den Satzbildungsregeln im Deutschen und im Russischen können durch folgende Beispiele veranschaulicht werden:
- Im deutschen Satz „Maria fragt Jan.“ wird die Satzsemantik durch die Reihenfolge [Subjekt] → [Prädikat] → [Akkusativobjekt] bestimmt. Die Substantive, in diesem Fall die Eigennamen „Maria“ und „Jan“, weisen keine grammatischen Merkmale auf, die sie als Subjekt bzw. Akkusativobjekt erkennen lassen. Deshalb, sobald man die beiden Substantive miteinander vertauscht, ändert sich die Bedeutung des Satzes im Deutschen: „Jan fragt Maria.“. Im Russischen lassen sich die beiden Substantive durch ihre Flexionsformen eindeutig als Subjekt bzw. Akkusativobjekt erkennen. Die Bedeutung des Satzes „Мария спрашивает Яна.“ („Maria fragt Jan.“) wird im Russischen also nicht durch die Reihenfolge der Satzglieder, sondern durch deren Flexionsformen bestimmt. Deshalb ändert sich die Satzsemantik durch die Umstellung der Satzglieder nicht. Im russischen Satz wird es immer Maria sein, die Jan fragt und nicht umgekehrt: „Мария спрашивает Яна.“ oder „Мария Яна спрашивает.“ oder „Яна Мария спрашивает.“ oder „Яна спрашивает Мария.“. Will man im Russischen sagen, dass Jan Maria fragt, muss man die Flexionsformen der beiden Substantive ändern: „Ян спрашивает Марию.“.
- Im deutschen Satz „Ich liebe dich.“ muss das Prädikat immer an der zweiten Stelle stehen. Im Russischen Satz kann es entweder an der zweiten oder an der letzten Stelle sein: „Я люблю тебя.“ bzw. „Я тебя люблю.“. Wird das Prädikat an die erste Stelle im Satz gesetzt, so leitet es im Russischen nicht eine Frage ein, sondern hebt lediglich die Handlung hervor und weist in diesem Fall auf die Gefühlsstärke des Sprechenden: „Люблю я тебя.“ („Ich liebe dich so sehr.“).
Für eine ausführliche Darstellung der russischen Grammatik siehe: Russische Grammatik
Dialekte
Man unterscheidet im europäischen Teil Russlands drei sprachlich unterschiedliche Gebiete: Nord-, Mittel- und Südrussland. Die Gebiete unterteilen sich ferner in einzelne Dialekte.
Nordrussisch
Nord-östlich einer Linie vom Ladogasee über Nowgorod und Jaroslawl bis Joschkar-Ola. Diese Mundart kennzeichnet sich durch ein klar ausgesprochens unbetontes "o" (оканье - Okanje), ein gutturales "g" und ein hartes "t".
- Mundartengruppe von Ladoga und Tichwin
- Mundartengruppe von Kostroma
- Mundartengruppe von Wologda
- Mundartengruppe von Onega
- Mundarten von Beloozersk
Mittelrussisch
Die Nördliche Grenze verläuft von Sankt-Petersburg über Nowgorod und Iwanowo bis Nischni Nowgorod und Tscheboksary, die südliche von Welikije Luki über Moskau bis Pensa. Dieses Gebiet zeigt sowohl nördliche als auch südliche Sprachzüge. Im Westen ist das unbetonte "o" ein "o", im Osten ein "a" (аканье - Akanje).
- Westmittelrussisch von Pskow
- Westmittelrussisch von Nowgorod
- Ostmittelrussisch von Moskau und Umgebung
- Ostmittelrussisch von Jegorewsk und Umgebung
- Ostmittelrussisch von Temnikow und Umgebung
- Ostmittelrussisch vom Wolga-Wladimir Gebiet
Südrussisch
Im Bereich südlich von Welikije Luki über Rjasan bis Tambow. Hier spricht man das unbetonte "o" als "a", ein frikatives "g" und ein weiches "t".
- Mundart von Rjasan
- Mundartengruppe vom Dnjepr
- Mundart von Oskol
Mischsprachen
Es gab und gibt einige natürlich entstandene Mischsprachen mit dem Russischen. Bekannteste Vertreter sind die Mischungen mit den nah verwandten Ukrainisch (Surschyk) und Weißrussisch (Trasjanka).
Innerhalb der Sowjetunion vermischte es sich einst auch mit den isolierten Sprachen sibirischer und asiatischer Völker Russlands. An dessen Arktis-Grenzen zu Norwegen wurde vor 100 Jahren noch eifrig Russenorsk gesprochen. Im Fernen Osten wiederum brachte der Kontakt mit Chinesen Kjachta-Russisch hervor. Nationalismus hat auch diese Mischsprachen heute vernichtet. Allein das durch den sowjetischen Einfluss auf Kuba entstandene Rusinol lebt. In Deutschland entsteht zur Zeit unter den russischen Einwanderern eine deutsch-russische Mischsprache.
Lehnwörter
Das Russische hat sich eine ganze Reihe von Wörtern aus dem Deutschen entlehnt (siehe: Liste deutscher Wörter im Russischen). Darüber hinaus sind auch einige russische Wörter in die deutsche Sprache eingegangen (siehe: DDR-Sprache).
- Datsche - дача
- Perestroika - перестройка
- Pogrom - погром
- Sputnik - спутник
- Steppe - степь
- Subbotnik - субботник
- Troika - тройка
- Wodka - водка
- Zobel - соболь
Weitere verwandte Aktikel
- Russische Rechtschreibreform von 1918
- Wortbetonung in der russischen Sprache
- Russische Phonetik
- Russische Grammatik
- Russische Literatur
- Deutschrussisch
- Russischer Mat
Weblinks
- http://www.russian-online.net – Russisch lernen und verstehen – kostenloser Online-Sprachkurs und Sprachführer, für Einsteiger
- http://learning-russian.gramota.ru – Online-Sprachkurs, für Fortgeschrittene
- [http://www.rambler.ru/dict/scripts/go.cgi?btnG=%CD%E0%E9%F2%E8%21&query=&where=deru&start=0&count=15 http://www.rambler.ru/dict/] – Deutsch-Russisches Wörterbuch
- [http://www.dict.russian-german.net http://www.dict.russian-german.net] – freies Deutsch-Russisches Wörterbuch mit Lern-Modus
- [http://www.sz.euv-frankfurt-o.de/Homepages/Lektorate/Russisch/LRLinksOnlineWB.html Liste von Online-Wörterbüchern und Nachschlagewerken]
- [http://www.russlandjournal.de RusslandJournal.de] - Alphabet, Grammatik, viele praktische Sprachübungen und Tests der russischen Sprachlernsoftware und -bücher
Kategorie:Einzelsprache
Kategorie:Indogermanisch
Kategorie:Russische Sprache
ja:ロシア語
ko:러시아어
ms:Bahasa Russia
simple:Russian language
th:ภาษารัสเซีย
Lenin
Wladímir Iljítsch Uljánow (russisch Владимир Ильич Ульянов, genannt Lenin, russisch Ленин ; - 10. April / 22. April 1870 in Simbirsk; † 21. Januar 1924 in Gorki bei Moskau) war führender Kopf der Oktoberrevolution 1917 in Russland, Vorsitzender des Rates der Volkskommissare, Autor zahlreicher theoretischer und philosophischer Schriften.
Leben
Rates der Volkskommissare
Rates der Volkskommissare
Rates der Volkskommissare
Lenin stammte aus einer Familie des niederen Adels, die sich sozial und kulturell liberal engagierte. Sein Vater war Kalmücke aus Baku, Inspektor von Volksschuleinrichtungen. Der Großvater mütterlicherseits Dr. Alexander Blank war jüdischer Herkunft, seine Ehefrau Anna Großschopf Wolgadeutsche aus Uljanowsk.
1887 wurde Lenins älterer Bruder Alexander als Student in Sankt Petersburg wegen Verschwörung und versuchten Mordes an Zar Alexander III. hingerichtet.
Für die Familie bedeutete das eine politische Deklassierung, aber nach standesgemäßen Gnadenerweisen konnte Lenin 1891 sein Jurastudium beenden. Seine Arbeit als Rechtsanwalt beschränkte sich auf einige, wenige Fälle.
Schon damals galt sein Interesse der Änderung der Gesellschaft (vgl. Streit zw. Lenin und z. B. Bernstein). 1893 zog er nach Sankt Petersburg. Die Unterdrückung des Volkes, die Lenin miterlebte, führte dazu, dass er sich mit revolutionären Theorien von G. W. Plechanow auseinandersetzte, dem er später in der Schweiz auch selbst begegnete. Nach einer mehrmonatigen Europareise durch Deutschland, Frankreich und die Schweiz gründete er den „Bund für die Befreiung der Arbeiterklasse“. Nachdem er im Herbst nach Russland zurückgekommen war, nahm er sofort seine agitatorische Tätigkeit wieder auf. Als er im Begriff war, eine illegale Zeitung Die Sache der Arbeiter herauszugeben, wurde er im Dezember 1895 verhaftet. Im Untersuchungsgefängnis richtete er sich eine Bibliothek in seinem „Studierzimmer“ ein, und verbrachte dort 14 Monate. 1897 wurde er im Februar für drei Jahre nach Schuschenskoje in Ostsibirien verbannt, wo er unter Polizeiaufsicht leben musste. In Ufa traf er auch wieder Nadeschda Konstantinowna Krupskaja, die er 1898 in der Verbannung heiratete.
Sofort nach der Verbannungsfrist im Februar 1900 suchte Lenin nach einer Möglichkeit, eine von der Zensur unabhängige Zeitung herauszugeben. In Russland war das nicht denkbar, und so verließ er am 29. Juli 1900 Russland für über fünf Jahre. Nach einem kürzeren Aufenthalt in Genf, wo er sich mit Plechanow über die Herausgabe der Zeitung Iskra (Der Funke) einigte, ließ sich Lenin unter dem Namen Meyer bei dem sozialdemokratischen Gastwirt Rittmeyer in der Kaiserstraße 53 in München illegal nieder.
Nach weiterem Aufenthalt im Exil bereiste er erneut Europa und verwendete ab Dezember 1900 den Decknamen beziehungsweise das Pseudonym „Lenin“.
Eine Erklärung besagt, dass er sich dabei auf den sibirischen Strom Lena bezog (Lenin bedeutet russisch: „Der vom Flusse Lena Stammende“) – nach Sibirien verbannt zu werden bedeutete damals praktisch, dass man im zaristischen Russland als anerkannter Oppositioneller galt. Die andere plausible Erklärung besagt, dass er mehr an sein Kindermädchen Lena dachte, und dass er bereits als kleiner Bub auf die Frage, „wessen [Bub] er sei“ zu antworten pflegte: „Lenin!“ (russisch: „Lenas!“).
1902 veröffentlichte Lenin das berühmte Was tun?.
Lenin betrieb den Aufbau einer streng organisierten Kaderpartei aus „Berufsrevolutionären“ und wurde wegen seiner – von der Illegalität erzwungenen, aber auch vom russischen revolutionären Terrorismus inspirierten – Rigorosität und wegen seiner radikalen theoretischen Positionen der am meisten beachtete linke Sozialdemokrat.
Im Unterschied zu den theoretischen „legalen Marxisten“ und den politisch gemäßigten sozialreformistischen Menschewiki (russisch: „Minderheitler“), die auf eine längere kapitalistische Evolution Russlands setzten, sah Lenin das Land als das rückständigste Land im modernen Kapitalismus und die sozialistische Revolution als nahe bevorstehend. Das untersetzte er durch politökonomische, politische und philosophische Studien.
Nach mehreren Abstimmungssiegen auf dem II. Parteitag nannte sich die (starke) Minderheit seiner Anhänger „Bolschewiki“ (russisch: „Mehrheitler“). In der bürgerlich-demokratischen Revolution von 1905 bis 1907 vertraten die Bolschewiki die Position einer Radikalisierung der Umwälzung, hin zur Machtübernahme durch Sowjets (Räte) der Arbeiter und Bauern. Im Januar 1907 floh Lenin aus Sicherheitsgründen nach Finnland, ein Jahr später zog er nach Genf. Im April 1912 veröffentlichte er zum ersten Mal die Prawda. In der Folgezeit widmete sich Lenin im Schweizer Exil wieder marxistischen Studien, es entstand vor allem seine bekannte Schrift Der Imperialismus als höchstes Stadium des Kapitalismus (Januar bis Juni 1916), die die Grundlage der marxistischen Theorie des Imperialismus sowie der darauf basierenden Stamokap-Theorie bildete.
1914 brach der Erste Weltkrieg aus. Lenin und die meisten Bolschewiki waren international die einzige sozialdemokratische Parteiorganisation, die von Anfang an gegen die Kriegspolitik der eigenen Regierung mobilisierte. Auch als Ergebnis militärischer Niederlagen Russlands wuchs die Partei von einer Splittergruppe zur Massenpartei.
Nach der Februarrevolution 1917 kehrten Lenin und andere prominente Sozialdemokraten aus der Schweiz über das Gebiet des Kriegsgegners Deutschland, Schweden und Finnland nach Russland zurück. Sie fuhren in einem versiegelten Zug, der zu exterritorialem Gebiet erklärt war. Es gibt Thesen, nach denen der Zug in Berlin hielt, wo er mit 40 Millionen Goldmark beladen worden wäre. Das Geld sollte aus der Kasse des Deutschen Reiches stammen und die bolschewistische Revolution vorantreiben. Man hätte sich davon erhofft, einen Separatfrieden mit Russland schließen zu können. Unzweifelhaft ist allerdings, dass Lenins Rückkehr ohne die Unterstützung des Deutschen Reichs in dieser Form nicht hätte stattfinden können. Im April 1917 erreichte Lenin mit einigen seiner Genossen Petrograd (Sankt Petersburg) und verkündete die Möglichkeit und Notwendigkeit, die Revolution zur Machtergreifung der Arbeiter, Bauern und Soldaten zuzuspitzen (Aprilthesen).
Nach weiteren militärischen Fehlschlägen der gemäßigt sozialistisch-liberalen „Provisorischen revolutionären Regierung“ gelang es den Bolschewiki und den neu gegründeten Sowjets im November 1917 (nach russischem Kalender im Oktober), die bürgerliche Regierung zu stürzen. Die sofortige Friedenserklärung, die Verteilung des Bodens an die Bauern und die Übernahme der Fabriken durch die Arbeiter waren die unmittelbar wirkenden Losungen. Lenin etablierte die bolschewistische Regierung (Rat der Volkskommissare) mit sich selbst als Vorsitzenden. Im Februar 1918 entstand auf seine Veranlassung die Rote Armee. Am 5. März 1918 beendete das Abkommen von Brest-Litowsk den Krieg mit Deutschland. Lenin setzte es im Alleingang gegen die übrigen Parteiführer, namentlich Außenkommissar Leo Trotzki, durch.
Am 30. August 1918 wurde Lenin bei einem Attentat durch zwei Schüsse verletzt. Die Projektile trafen ihn in der Schulter und im Hals. Die Kugel im Hals konnte nie entfernt werden. Als Attentäterin verhaftete man kurz darauf Fanny Kaplan, eine Anhängerin der Linken Sozialrevolutionäre. Einige bürgerliche Historiker hegen jedoch Zweifel an der Täterschaft Kaplans. Auch in bürgerlichen Kreisen unumstritten dagegen ist der zweite Anschlag auf Lenin Anfang der 1920er Jahre, welcher vermutlich auf Stalin zurückzuführen ist. Entsprechend Lenins politischem Testament wäre dieser, ein längeres Leben Lenins vorausgesetzt, vermutlich niemals in entscheidende Machtposition der UdSSR gekommen. Vom Lungendurchschuss des zweiten Anschlags erholte sich Lenin Zeit seines Lebens nicht mehr.
Quasi unmittelbar nach dem gewaltsamen Sturz der Regierung Kerenskij im Oktober (nach gregorianischem Kalender November) 1917 marschierten die westeuropäischen Mächte 1918 in Russland ein und lösten damit den bis 1922 andauernden Bürgerkrieg aus. Dieser war geprägt von ausgesprochener militärischer Härte, welche sich von beiden Seiten auch gegen die Zivilbevölkerung richtete.
Für die Revolution war es zudem ein Grund in den eigenen Reihen gegen potentielle Kollaboratuere vorzugehen, speziell nach dem Anschlag von Kaplan auf Lenin.
Lenin war trotz vieler offen ausgetragener Meinungsunterschiede die unumstrittene Führungspersönlichkeit der Regierung und wurde als die höchste Autorität der 1919 entstehenden dritten „Kommunistischen Internationale“ (Komintern) angesehen.
Auf dem 8. Gesamtrussischen Sowjetkongress, der vom 22. - 29. Dezember 1920 stattfand, gab Lenin die berühmte Losung aus: Kommunismus - das ist Sowjetmacht plus Elektrifizierung des ganzen Landes. (Werke, Bd. 31, S. 513). Damit wollte er erreichen, dass Russland von einem kleinbäuerlich geprägten Land zu einer grossindustriellen Macht wird.
Eine Krise löste die Agrarpolitik während des Bürgerkriegs aus - zum einen (zur Versorgung zu kämpfenden Truppe) notwendig, zum anderen risikobehaftet für die Ernährung der Bevölkerung wurden Nahrungsmittel von Bauern zwangsrequiriert. Widerstand wurde von der Roten Armee unter Trotzki niedergeschlagen. Zudem kam es zum Aufstand der (teilweise anarchistischen) Matrosen von Kronstadt („Für Sowjets ohne Kommunisten!“). Der politische Zündstoff der Zwangrequirierungen ist vor dem Hintergrund zu betrachten, dass derlei Massnahmen auch durch die antirevolutionären Weissgardisten durchgeführt wurden und die Bevölkerung somit an zwei Seiten abgeben musste, zunächst ohne Aussicht welche Seite den Krieg gewinnen würde.
Um die Versorgungslage nach dem gewonnenen Bürgerkrieg zu verbessern, wurde 1921 die „Neue Ökonomische Politik“ eingeführt, welche die Zwangsrequirierungen stoppte und den Bauern kleinkapitalistischen Handel erlaubte - laut Lenin ein „taktischer Schritt zurück“.
Neue Ökonomische Politik
Im Mai 1922 erlitt Lenin seinen ersten Schlaganfall, im Dezember des selben Jahres den zweiten. Daraufhin wurde er vom Politbüro in Isolation gehalten. Am 30. Dezember 1922 wurde die UdSSR gegründet. Im März 1923 erlitt Lenin seinen dritten Schlaganfall, er verstarb am 21. Januar 1924 gegen 4.23 Uhr. Die genaue Todesursache blieb der Öffentlichkeit jahrzehntelang verborgen. Während die von der KPdSU „kanonisierte“ Biographie sowie das auch im Westen allgemein anerkannte Werk Dmitri Wolkogonows von massiven Durchblutungsstörungen oder von einem weiteren Schlaganfall sprechen, vermuten andere Quellen einen letalen Status epilepticus infolge einer fortschreitenden Syphilis-Erkrankung (Neurolues). Nach Lenins Tod entbrannte ein Machtstreit in der KPdSU zwischen Josef Stalin und Leo Trotzki (siehe Linke Opposition).
In einem als politisches Testament angesehenen Brief an den Parteitag der KPdSU, den er zwischen Dezember 1922 und Januar 1923 diktierte, hatte er deutliche Kritik an seinen potentiellen Nachfolgern geübt. Zu Stalin heisst es: Gen. Stalin hat, nachdem er Generalsekretär geworden ist, eine unermessliche Macht in seinen Händen konzentriert, und ich bin nicht überzeugt, dass er es immer verstehen wird, von dieser Macht vorsichtig genug Gebrauch zu machen. (...) Stalin ist zu grob, und dieser Mangel, der in unserer Mitte und im Verkehr zwischen uns Kommunisten durchaus erträglich ist, kann in der Funktion des Generalsekretärs nicht geduldet werden. Deshalb schlage ich den Genossen vor, sich zu überlegen, wie man Stalin ablösen könnte, und jemand anderen an diese Stelle zu setzen, der sich in jeder Hinsicht von Gen. Stalin nur durch einen Vorzug unterscheidet, nämlich dadurch, dass er toleranter, loyaler, höflicher und den Genossen gegenüber aufmerksamer, weniger launenhaft usw. ist. Über Trotzki urteilte Lenin: Persönlich ist er wohl der fähigste Mann im gegenwärtigen ZK, aber auch ein Mensch, der ein Übermaß von Selbstbewusstsein und eine übermäßige Vorliebe für rein administrative Maßnahmen hat. (Werke, Band 36, S. 579 f.)
Lenin wurde nicht beerdigt, sondern liegt bis heute in einem Mausoleum auf dem Roten Platz in Moskau. Seine Leiche ist präpariert worden und im Lenin-Mausoleum der Öffentlichkeit zugänglich. Zu Zeiten der UdSSR standen oft lange Schlangen von Menschen vor dem Mausoleum, um Lenin zu betrachten. Sein Gehirn soll von Forschern untersucht worden sein, da man meinte, dass Lenin ein besonderes Genie war und etwaige Anzeichen dafür sich an oder in seinem Gehirn finden lassen könnten.
Lenin wurde zunächst in Uniform einbalsamiert, später hat man ihm jedoch einen Anzug angezogen. Wegen aggressiver Chemikalien muss der Anzug etwa alle zehn Jahre ausgetauscht werden.
Bild:Red square kremlin.jpg Das Lenin-Mausoleum vor der Kreml-Mauer auf dem Roten Platz in Moskau
Literatur
- Hermann Weber: Lenin mit Selbstzeugnissen und Bilddokumenten. Reinbek: Rowohlt, 18. Aufl. 2004. ISBN 3-499-50168-6
- Anton Pannekoek (1938), Lenin als Philosoph in: Anton Pannekoek, Paul Mattick u.a., Marxistischer Antileninismus, Freiburg: ça ira 1991, ISBN 3-924627-22-3
- Slavoj Zizek: Die Revolution steht bevor. Dreizehn Versuche nach Lenin. Frankfurt/M.: Suhrkamp 2002. ISBN 3-518-12298-3.
- Alexander Jakowlew. Die Abgründe meines Jahrhunderts. Leipzig: Faber und Faber 2003, ISBN 3-936618-12-7.
- Ilya Zbarski: Lenin und andere Leichen Klett-Cotta, Stuttgart 1999 ISBN 3-608-9196-0
- Dmitri Wolkogonow: Lenin Econ, ISBN: 34301982830
Die seit 1961 im Dietz-Verlag Berlin erschienene Werkausgabe Lenins umfasst 40 Bände plus sieben Ergänzungs- und Registerbände. Daneben veröffentlichte der gleiche Verlag „Ausgewählte Werke“ in 6 Bänden.
Verfilmung
- Lenin in Paris
- Lenin in Zürich
- Lenin - Dokumentarische Einzelbilder
Weblinks
-
- [http://www.mlwerke.de/le/default.htm Reden, Schriften, Briefe und wissenschaftliche Studien Lenins]
- [http://www.marxists.org/deutsch/archiv/lenin/index.htm Deutschsprachiges Archiv mit Texten und Büchern von Lenin]
- http://members.eunet.at/hans68/ReturnLenin.html
- http://mailbox.univie.ac.at/Franz.Martin.Wimmer/phhistvl9.html
- http://www.freitag.de/2001/07/01071501.htm
- http://lacan.com/replenin.htm Slavoj Žižeks Plädoyer für eine Wiederholung Lenins Grundideen, übertragen auf die moderne Welt in naher Vergangenheit und Zukunft(engl.) Siehe auch Jacques Lacan
- [http://www.blackwell-synergy.com/links/doi/10.1111/j.1468-1331.2004.00839.x/full/ The enigma of Lenin’s malady]. Eur J Neurol, Vol 11, Issue 6: 371-376 (Artikel zur fraglichen Syphilis-Erkrankung und zu Lenins Tod; Englisch)
- [http://www.geo.de/GEO/kultur_gesellschaft/geschichte/2004_10_GEO_epoche_lenin/index.html?linkref=geode_teaser_veryshort&SDSID=73121100000021102790838 „Lenin: Reise zur Macht“] (Zeitschrift GEO)
- [http://www.lenintestament.de.vu/ Lenins so genanntes Testament an den Parteitag.]
Kategorie:Mann
Kategorie:Russe
Kategorie:Politiker (20. Jh.)
Kategorie:Revolutionär
Kategorie:Marxismus-Leninismus
Kategorie:Parteichef der Sowjetunion
Kategorie:Regierungschef der Sowjetunion
Kategorie:Geboren 1870
Kategorie:Gestorben 1924
ja:ウラジーミル・レーニン
ko:블라디미르 레닌
simple:Vladimir Lenin
th:วลาดิมีร์ เลนิน
26. DezemberDer 26. Dezember ist der 360. Tag des Gregorianischen Kalenders (der 361. in Schaltjahren) - somit bleiben 5 Tage bis zum Jahresende.
Ereignisse
Schaltjahren
- 1805 - Nach der Niederlage von Austerlitz erkennt Österreich im Frieden von Preßburg Napoleon I. als Kaiser der Franzosen und König von Italien an.
- 1825 - In St. Petersburg bricht - nach gregorianischer Zeitrechnung am 14. Dezember - der Dekabristenaufstand adliger Offiziere gegen Zar Nikolaus I. Pawlowitsch aus, der die Revolte innerhalb weniger Stunden blutig niederschlagen lässt.
- 1991 - Die Sowjetunion löst sich offiziell auf und benennt sich um in Russische Föderation, kurz: Russland. Der Kalte Krieg ist somit zu Ende.
- 1992 - Die Republik Niger bekommt eine neue Verfassung
Wirtschaft
Wissenschaft und Technik
Kultur
- 1717 - In Mailand wird das Teatro Regio Ducale mit der Oper "Constantino" von Carlo Francesco Gasparini eröffnet.
- 1725 - Uraufführung der Oper Il Siface von Nicola Porpora am Teatro Regio Ducale in Mailand.
- 1741 - Uraufführung der Oper Merope von Niccolò Jommelli am Teatro San Giovanni Crisostomo in Venedig.
Venedig
- 1751 - "Mirandolina" (La Locandiera"), eine Komödie in drei Akten von Carlo Goldoni, wird in Venedig, nach anderen Angaben im Januar 1953 in Mailand erstmalig aufgeführt.
- 1767 - Die Oper "Alceste" von Christoph Willibald Gluck wird in Wien uraufgeführt.
- 1770 - Die Uraufführung seiner Oper "Mitridate, rè di Ponto" - Libretto von Vittorio Amedeo Cigna-Santi - wird von Wolfgang Amadeus Mozart im Teatro Regio Ducale dirigiert. Dieser schlossen sich 22 weitere Aufführungen an, wonach das Werk erst wieder 1971 bei den Salzburger Festspielen aufgeführt wurde.
- 1772 - In Mailand wird Wolfgang Amadeus Mozarts Oper "Lucio Silla" uraufgeführt.
- 1784 - Uraufführung der Oper L'Idalide von Luigi Cherubini in Florenz.
- 1813 - Uraufführung der Oper Aureliano in Palmira von Gioacchino Rossini am Teatro alla Scala di Milano in Mailand.
- 1819 - Uraufführung der Oper Bianca e Falliero ossia Il consiglio dei tre (B. und F. oder Der Rat der drei) von Gioacchino Rossini am Teatro alla Scala di Milano in Mailand.
- 1831 - Uraufführung der Oper Norma von Vincenzo Bellini am Teatro alla Scala di Milano in Mailand.
- 1841 - Uraufführung der Oper Maria Padilla von Gaetano Donizetti am Teatro alla Scala di Milano in Mailand.
- 1867 - Uraufführung der Oper La Jolie Fille de Perth (Das schöne Mädchen aus Perth) von Georges Bizet am Théâtre-Lyrique in Paris.
- 1930 - Uraufführung der Operette Der verlorene Walzer von Robert Stolz in Dresden.
- 1931 - Das Musical "Of Thee I Sing" der Brüder George und Ira Gershwin wird am Music Box Theatre in New York City uraufgeführt.
- 1944 - "Die Glasmenagerie", ein "Spiel der Erinnerung" von Tennessee Williams, hat im Civic Theatre in Chicago seine Premiere.
- Der 26. Dezember ist auch ein Tag der Erstaufführungen am Teatro La Fenice in Venedig - näheres siehe dort. (So wird das Theater 1837 nach dessen Brand von 1836 und dem Abschluss der Renovierungsarbeiten mit der Uraufführung der Oper "Rosmunda di Ravenna" von Giuseppe Lillo durch Erzherzog Rainer wieder eröffnet.
Religion
- 1115 - Adalbert I. von Saarbrücken wird Erzbischof von Mainz
- 1950 - In Rom wird das Heilige Jahr von Papst Pius XII. beendet.
Katastrophen
- 1939 - Ein Erdbeben der Stärke 7.8 im türkischen Erzincan fordert ca. 30.000 Tote
- 1999 - Der Orkan "Lothar" verwüstet mit über 200 km/h Teile Nord- und Westeuropas und kostet über 100 Menschenleben.
- 2003 - Bei einem schweren Erdbeben im Südosten des Iran, nahe der Stadt Bam, kommen an die 50.000 Menschen ums Leben. Dabei wird die Stadt zum Großteil zerstört.
- 2004 - Ein schweres Erdbeben im Indischen Ozean der Stärke 9,0 und die nachfolgenden Tsunamis verwüsten Dörfer und Städte an den umliegenden Küsten. Bei dem Unglück sterben ca. 270.000 Menschen, Millionen werden obdachlos.
Geboren
- 1194 - Friedrich II., römisch-deutscher Kaiser 1220-1250
- 1490 - Friedrich Myconius, deutscher Prediger und Reformator
- 1618 - Elisabeth von Herford, Tochter des Kurfürsten Friedrich V. von der Pfalz
- 1633 - Ernest von Trautson, katholischer Bischof der Diözese Wien
- 1664 - Johann Melchior Dinglinger, Hofgoldschmied
- 1687 - Johann Georg Pisendel, deutscher Barock-Violinvirtuose und Konzertmeister
- 1716 - Thomas Gray, englischer Dichter, Gelehrter und Briefe-Schreiber
- 1731 - Antoine Houdar de la Motte, französischer Dramatiker
- 1735 - Florian Reichssiegel, österreichischer Schriftsteller
- 1737 - Friedrich Josias von Sachsen-Coburg-Saalfeld, österreichisch-kaiserlicher General und Feldmarschall
- 1742 - Ignaz von Born, österreichischer Mineraloge und Geologe und führender Kopf der Wiener Illuminaten.
Illuminaten
- 1751 - Klemens Maria Hofbauer, österreichischer Prediger, Stadtpatron von Wien
- 1756 - Bernard Germain Étienne comte de La Ville-sur-Illon La Cépède, erster Großkanzler des Ordens der Ehrenlegion
- 1759 - Johann Georg von Dillis, deutscher Maler
- 1762 - Johann Gaudenz von Salis-Seewis, Schweizer Dichter
- 1769 - Ernst Moritz Arndt, deutscher Dichter
- 1771 - Heinrich Joseph von Collin, Schriftsteller
- 1774 - Ferdinand Öchsle, deutscher Erfinder der Mostwaage
- 1776 - Christian Friedrich Brendel, deutscher Bergbauingenieur
- 1777 - Ludwig II. (Hessen-Darmstadt), Großherzog von Hessen-Darmstadt
- 1785 - Laurent Clerc, französischer Gehörlosenpädagoge
- 1792 - Charles Babbage, britischer Erfinder und Mathematiker
- 1800 - Gustav Wilhelm Teschner, deutscher Komponist
- 1803 - Friedrich Reinhold Kreutzwald, Schriftsteller, Arzt
- 1812 - Wilhelm Valentin Volckmar, deutscher Orgelvirtuose und Komponist
- 1818 - Moritz Baumert, deutscher Mediziner und Chemiker
- 1825 - Felix Hoppe-Seyler, deutscher Chemiker und Physiologe
- 1827 - Arthur Gustav Kulenkamp, Bürgermeister in Lübeck
- 1837 - Carl Heinrich Rappard, Schweizer Missionar
- 1837 - George Dewey, US-amerikanischer Admiral
- 1838 - Clemens Winkler, deutscher Chemiker
- 1853 - René Bazin, französischer Schriftsteller und Professor der Rechte
- 1853 - Wilhelm Dörpfeld, deutscher Architekt und Archäologe
- 1855 - Arnold Mendelssohn, Komponist
- 1860 - Alexander von Fielitz, deutscher Komponist
- 1861 - Emil Wiechert, deutscher Geophysiker
- 1861 - Friedrich Engel (Mathematiker), deutscher Mathematiker
- 1867 - Alfred Huggenberger, schweizerischer Dichter
- 1867 - Julien Benda, französischer Philosoph und Schriftsteller
- 1874 - Ralph Norman Angell-Lane, britischer Schriftssteller, Publizist undFriedensnobelpreisträger
- 1874 - Rose Stoppel, deutsche Professorin für Botanik
- 1879 - Julius Weismann, deutscher Komponist
- 1883 - Maurice Utrillo, französischer Maler
- 1891 - Henry Miller, US-amerikanischer Schriftsteller
- 1893 - Elisabet van Randenborgh, deutsche Schriftstellerin
- 1893 - Mao Zedong, chinesischer Politiker
- 1897 - Géza von Bolváry, Schauspieler, Drehbuchautor und Regisseur
- 1897 - Willy Max Rademacher, deutscher Politiker
- 1898 - Ernst Fraenkel (Politologe), deutscher Politikwissenschaftler
- 1903 - Robert Vandivier, US-amerikanischer Basketballspieler
- 1904 - Alejo Carpentier, kubanischer Schriftsteller und Diplomat
- 1909 - Herbert Rittlinger, deutscher Abenteurer und Autor
- 1910 - Imperio Argentina, spanische Sängerin und Filmschauspielerin
- 1911 - Prinzessin Takamatsu, japanische Prinzessin
- 1912 - Johnny Friedlaender, Wegbereiter der modernen Farbradierung
- 1914 - Annemarie Wendl, deutsche Schauspielerin
- 1914 - Richard Widmark, US-amerikanischer Schauspieler
- 1916 - Helmut Eder, österreichischer Komponist
- 1916 - Rüdiger Proske, deutscher Fernsehjournalist
- 1917 - Rose Mary Woods, US-amerikanische Sekretärin von Richard Nixon
- 1921 - Annemarie Wendl, deutsche Schauspielerin (Lindenstraße)
- 1921 - Steve Allen, US-amerikanischer Komiker und Musiker
- 1924 - Eli Cohen, israelischer Spion
- 1924 - Glenn Woodward Davis, US-amerikanischer Footballspieler
- 1925 - Georg Buschner, Trainer der Fußballnationalmannschaft der DDR
- 1926 - Hans-Otto Bäumer, deutscher Politiker
- 1927 - Denis Quilley, britischer Schauspieler und Sänger
- 1929 - Karl-Hans Laermann, deutscher Politiker, MdB und Bundesminister
- 1931 - Roger Piantoni, ehemaliger französischer Fußballspieler
- 1932 - Ingo von Münch, deutscher Jurist und Verfassungsrechtler
- 1932 - Maximilian Aichern, katholischer Bischof der Diözese Linz
- 1935 - Gnassingbé Eyadéma, togolesischer Politiker und Präsident der Republik Togo
- 1937 - Franz Buchrieser, österreichischer Schauspieler
- 1937 - John Horton Conway, englischer Mathematiker
- 1937 - Rainer Offergeld, deutscher Politiker
- 1938 - Eberhard Gwinner, deutscher Ornithologe und Verhaltensforscher
- 1939 - Phil Spector, US-amerikanischer Musikproduzent
- 1939 - Rainer Malkowski, deutscher Schriftsteller
- 1940 - Edward C. Prescott, US-amerikanischer Ökonom und Nobelpreisträger
- 1940 - Phil Spector, US-amerikanischer Musikproduzent, Sänger und Songschreiber
- 1941 - Daniel Schmid, Schweizer Filmregisseur
- 1941 - Keyvan Dahesch, Journalist, früherer Pressesprecher des hess. Landesversorgungsamtes
- 1941 - Rattlesnake Annie, US-amerikanische Country-Sängerin
- 1942 - Ernie und Earl Cate, US-amerikanische Sänger und Songschreiber
- 1942 - Gray Davis, Gouverneur von Kalifornien
- 1943 - Richard Schröder, deutscher Philosoph und Theologe
- 1943 - Wolfgang Gehrcke, deutscher Politiker
- 1944 - Susanne Juhnke, deutsche Schauspielerin
- 1946 - Uli Stein (Comiczeichner), einer der erfolgreichsten Cartoonisten Deutschlands
- 1947 - Peter Sattmann, deutscher Schauspieler
- 1948 - Heinz Werner Kraehkamp, deutscher Schauspieler
- 1949 - José Ramos-Horta, Politiker und Außenminister von Timor-Leste sowie Nobelpreisträger
- 1951 - John Scofield, US-amerikanischer Jazz-Gitarrist und Komponist
- 1952 - Alexander Ankwab, abchasischer Premierminister
- 1953 - Leonel Fernández, Staatspräsident der Dominikanischen Republik
- 1953 - Sepp Dürr, Landwirt, Politiker und MdL
- 1953 - Steve Witherington, britischer Musiker
- 1954 - Ulrich Koehler, deutscher Politiker, Staatssekretär
- 1955 - Bettina Hagedorn, deutsche Politikerin
- 1955 - Ulrich Meyer, deutscher Fernsehmoderator und Produzent.
- 1956 - Christian Bieniek, deutscher Schriftsteller und Kinderbuchautor
- 1956 - David Sedaris, US-amerikanischer Schriftsteller und Journalist
- 1957 - Barbara Höll, deutsche Politikerin
- 1959 - Wolfgang Rolff, deutscher Fußballspieler und Co-Trainer
- 1960 - Mutter Meera, indische Mystikerin
- 1961 - Tahnee Welch, US-amerikanischer Schauspielerin
- 1963 - Lars Ulrich, Schlagzeuger der Heavy-Metal-Band Metallica
- 1965 - Mani Beckmann, deutscher Schriftsteller
- 1967 - Jay Farrar, US-amerikanischer Songwriter
- 1967 - Takkyu Ishino, stilprägender japanischer Technoproduzent und DJ
- 1968 - Haluk Levent, türkischer Sänger
- 1969 - Shayla LaVeaux, US-amerikanische Pornodarstellerin, -produzentin
- 1969 - Thomas Linke, deutscher Fußballspieler
- 1971 - Mika Nurmela, finnischer Fußball-Nationalspieler
- 1972 - Jared Leto, US-amerikanischer Schauspieler
- 1975 - Marcelo Ríos, chilenischer Tennisspieler
- 1975 - María Vasco, spanische Leichtathletin und Olympionikin
- 1976 - Janina Karoltschyk, weißrussische Leichtatletin und Olympiasiegerin
- 1977 - Kai Boris Gehring, deutscher Politiker
Gestorben
- 268 - Dionysius, Papst
- 418 - Zosimus, Papst
- 1530 - Babur, indischer Kaiser
- 1624 - Simon Marius, deutscher Astronom
- 1869 - Jean Louis Marie Poiseuille, französischer Mediziner und Physiker (Gesetz von Hagen-Poiseuille)
- 1890 - Heinrich Schliemann, deutscher Archäologe, Entdecker von Troja
- 1909 - Frederic Remington US-amerikanischer Maler und Bildhauer
- 1923 - Dietrich Eckart, deutscher Schriftsteller, Publizist und väterlicher Freund Adolf Hitlers
- 1931 - Melvil Dewey, US-amerikanischer Bibliothekar
- 1944 - Julie Wolfthorn, deutsche Malerin
- 1955 - Hans Mierendorff, deutscher Schauspieler
- 1966 - Noël Gallon, französischer Komponist und Kompositionslehrer
- 1970 - Lillian Board, britische Leichtathletin und Olympionikin
Lillian Board
- 1972 - Harry S. Truman, 33. US-Präsident 1945-1953
- 1974 - Jack Benny, US-amerikanischer TV-Moderator
- 1977 - Howard Hawks, US-amerikanischer Regisseur
- 1978 - Fritz Büchtger, deutscher Komponist
- 1979 - Karl Hubbuch, deutscher Akademieprofessor, Zeichner und Maler der Neuen Sachlichkeit
- 1986 - Elsa Lanchester, britische Schauspielerin
- 1987 - Kurt Birrenbach, deutscher CDU-Politiker und Mdb
- 1990 - Rolf-Hans Müller, deutscher Komponist und Big-Band-Leader
- 1994 - Karl Schiller, deutscher Politiker (SPD), Bundesminister (Wirtschaft, Finanzen) 1966-1972
- 1999 - Shankar Dayal Sharma, indischer Politiker und Staatspräsident
- 2000 - Jason Robards, US-amerikanischer Schauspieler
- 2001 - Sir Nigel Hawthorne, britischer Schauspieler
- 2002 - Herb Ritts, US-amerikanischer Fotograf
- 2004 - Ishigaki Rin, japanische Dichterin
- 2004 - Otto Marchi, schweizerischer Schriftsteller und Journalist ( - 1942)
Feier- und Gedenktage
- heiliger Stephanus, auch Stephanstag
Siehe auch
- 25. Dezember - 27. Dezember
- 26. November - 26. Januar
- Historische Jahrestage - Zeitskala
- Wikipedia:Glaskugel - Wikipedia:Formatvorlage Tag
1226
ja:12月26日
ko:12월 26일
simple:December 26
th:26 ธันวาคม
1825
- 25. Januar: Costa Rica Staatsgrundgesetz
- 26. Februar: Das Stück König Ottokars Glück und Ende von Franz Grillparzer wird uraufgeführt
- 25. Juni: Die erste Einschienenbahn der Welt nach einem Patent von Henry Robinson Palmer wird in Cheshunt, England, in Betrieb genommen
- 6. August: Bolivien erhält die Unabhängigkeit
- 27. September Offizielle Eröffnungsfahrt auf der ersten öffentlichen Eisenbahn der Welt, der Stockton and Darlington Railway
- russischer Dekabristenaufstand
- Die Stadt Witten erhält das Stadtrecht
Kultur
- 11. Februar: Uraufführung der Oper Adelson e Salvini von Vincenzo Bellini im Collegio di San Sebastiano in Neapel
- 22. Februar: Uraufführung der Oper Der Holzdieb von Heinrich Marschner an der Hofoper in Dresden
- 3. Mai: Uraufführung der Oper Der Maurer von Daniel-François-Esprit Auber an der Opéra-Comique in Paris
- 10. Juni: Uraufführung der Oper Pharamond von Henri Montan Berton an der Opéra-Comique in Paris
- 17. Oktober: Uraufführung der Oper Don Sanche, ou Le château d'amour von Franz Liszt in Paris
- 19. November: Uraufführung der Oper L'ultimo giorno di Pompei von Giovanni Pacini am Teatro San Carlo in Neapel
- 11. Januar: Bayard Taylor, US-amerikanischer Autor († 1878)
- 25. Januar: George Edward Pickett, Major-General in der Armee der Konföderierten Staaten von Amerika († 1876)
- 27. Januar: Balduin Möllhausen, deutscher Reisender und Schriftsteller († 1905)
- 1. Februar: James W. Throckmorton, 13. Gouverneur von Texas († 1894)
- 2. Februar: Karl Racké, Bürgermeister der Stadt Mainz († 1898)
- 2. Februar: William Young Sellar, schottischer Altphilologe († 1890)
- 7. Februar: Karl August Möbius, Zoologe und Ökologe († 1908)
- 17. Februar: Albrecht Weber, deutscher Sanskritist und Historiker
- 26. Februar: Jan Balatka, US-amerikanischer Komponist († 1899)
- 12. März: Graf Alexei Sergejewitsch Uwarow, russischer Archäologe († 1884)
- 15. März: Aníbal Pinto Garmendia, chilenischer Politiker
- 23. März: Franz Freiherr von Roggenbach, badischer Politiker († 1907)
- 23. März: Theodor Bilharz, deutscher Mediziner und Naturwissenschaftler († 1862)
- 11. April: Ferdinand Lassalle, deutscher Politiker und Publizist († 1864)
- 17. April: Johann Fürst, österreichischer Schauspieler und Theaterdirektor († 1882)
- 23. April: Emil Welti, Schweizer Politiker († 1899)
- 25. April: Federico Errázuriz Zañartu, chilenischer Politiker († 1877)
- 1. Mai: Johann Jakob Balmer, Schweizer Mathematiker und Physiker († 1898)
- 4. Mai: Thomas Henry Huxley, britischer Biologe († 1895)
- 5. Mai: Wilhelm Friedrich Hertenstein, Schweizer Politiker († 1888)
- 9. Mai: Rudolf Mosse, deutscher Geschäftsmann und Verleger († 1920)
- 11. Mai: Wilhelm Bogler, deutscher Architekt († 1906)
- 17. Mai: Johann Jakob Egli, schweizerischer Geograph († 1905)
- 20. Mai: Antoinette Brown Blackwell, erste ordinierte Pastorin der USA († 1921)
- 5. Juni: Louis Victor Robert Schwartzkopff, deutscher Unternehmer († 1892)
- 6. Juni: Friedrich Bayer, Gründer der Farbenfabrik Friedrich Bayer, heutige Bayer AG († 1880)
- 28. Juni: Emil Erlenmeyer, deutscher Chemiker († 1909)
- 14. Juli: Adolf Cluss, deutsch-amerikanischer Architekt († 1905)
- 31. Juli: August Beer, deutscher Chemiker, Mathematiker und Physiker († 1863)
- 22. August: Julius Schulhoff, tschechischer Pianist und Komponist († 1895)
- 28. August: Karl Heinrich Ulrichs, Vorkämpfer der Schwulen-Bewegung († 1895)
- 11. September: Eduard Hanslick, österreichischer Musikwissenschaftler und -kritiker († 1904)
- 12. September: Karl Doppler, deutscher Komponist († 1900)
- 13. September: Rudolf Henneberg, Maler († 1876)
- 16. September: Simeon Bavier, Schweizer Politiker († 1896)
- 25. September: Joachim Heer, Schweizer Politiker († 1879)
- 10. Oktober: Paul Kruger, südafrikanischer Politiker und Gründer des Kruger-Nationalparks († 1904)
- 11. Oktober: Conrad Ferdinand Meyer, Schweizer Dichter des Realismus († 1898)
- 15. Oktober: Marie Friederike Franziska Hedwig von Preußen, Königin von Bayern († 1889)
- 18. Oktober: Claire von Glümer, deutsche Schriftstellerin und Übersetzerin († 1906)
- 22. Oktober: Friedrich von Schmidt, deutscher Architekt († 1891)
- 23. Oktober: Julius Kühn, Begründer des Universitätsstudiums der Agrarwissenschaften († 1910)
- 25. Oktober: Johann Strauß (Sohn), österreichischer Komponist und „Walzerkönig“ († 1899)
- 1. November: Friedrich Haase, deutscher Schauspieler, Regisseur und Theaterdirektor († 1911)
- 6. November: Charles Garnier, französischer Architekt († 1898)
- 9. November: Ambrose Powell Hill, US-amerikanischer General (Konföderation) († 1865)
- 10. November: Johann Jakob Scherer, Schweizer Politiker († 1878)
- 20. November: António de Serpa Pimentel, portugiesischer Politiker († 1900)
- 29. November: Jean-Martin Charcot, französischer Neurologe († 1893)
- 30. November: William Adolphe Bouguereau, französischer Maler († 1905)
- 2. Dezember: Peter II., Kaiser von Brasilien († 1891)
- 4. Dezember: Franz Heinrich Reusch, deutscher alt-katholischer Kirchenhistoriker († 1900)
- 5. Dezember: Eugenie Marlitt, deutsche Schriftstellerin des Biedermeier († 1887)
- 19. Dezember: George Frederick Bristow, US-amerikanischer Komponist († 1898)
- 20. Dezember: Friedrich Grillo, deutscher Industrieller († 1888)
- 31. Dezember: James Hobrecht, deutscher Stadtplaner († 1902)
- José Joaquín Guarín, kolumbianischer Komponist († 1854)
- 4. Januar: Ferdinand IV. (Neapel), war König von Neapel ( - 1751)
- 27. Januar: August Ferdinand Ludwig Dörffurt, Apotheker und Bürgermeister von Wittenberg ( - 1767)
- 10. März: Carl Brandan Mollweide, Mathematiker und Astronom ( - 1774)
- 3. April: Otto Graf von Loeben, deutscher Dichter ( - 1786)
- 23. April: Maler Müller, deutscher Maler, Kupferstecher und Dichter des Sturm und Drang ( - 1749)
- 7. Mai: Antonio Salieri, italienisch-österreichischer Komponist, Kapellmeister und Musikpädagoge ( - 1750)
- 19. Mai: Claude-Henri Comte de Saint-Simon, Offizier bei den amerikanischen Befreiungskriegen ( - 1760)
- 31. Mai: George Chalmers, englischer politischer Schriftsteller ( - 1742)
- 2. Juni: Karl Wilhelm Contessa, deutscher Novellist und Lustspieldichter ( - 1777)
- 5. Juni: Ferdinand von Bubna und Littitz, österreichischer Feldmarschallleutnant ( - 1768)
- 13. Juni: Johann Peter Melchior, Bildhauer ( - 1747)
- 17. Juni: Helias Meder, reformierte Theologe ( - 1761)
- 10. Juli: Ludwig Fischer, deutscher Opernsänger (Bass) ( - 1745)
- 6. Oktober: Bernard de Lacépède, französischer erster Großkanzler des Ordens der Ehrenlegion ( - 1756)
- 10. Oktober: Dmytro Bortnjanskyj, ukrainischer Komponist ( - 1751)
- 12. Oktober: Franz Joseph Müller von Reichenstein, Naturwissenschaftler ( - 1740 oder 1742)
- 13. Oktober: Maximilian I., König von Bayern ( - 1756)
- 14. November: Jean Paul, deutscher Schriftsteller ( - 1763)
- 19. November: Jan Václav Voříšek, böhmischer Komponist ( - 1791)
- 24. November: Karl Friedrich Hensler, Theaterdirektor ( - 1759)
- 29. November: William Hull, US-amerikanischer Politiker und Offizier ( - 1753)
- 28. Dezember: James Wilkinson, US-amerikanischer General und erster Gouverneur von Louisiana ( - 1757)
- 29. Dezember: Jacques-Louis David, französischer Maler ( - 1748)
ko:1825년
ZarZar (v. bulg. цар oder russ. царь ; aus lat. Caesar) war der Titel der bulgarischen, russischen und serbischen Monarchen.
In Bulgarien wurde der Titel seit dem Jahr 864 vom Herrscher Boris I. Michail verwendet.
Dieses slawische Derivat distanzierte sich bewusst vom lateinischen Ursprung wegen der Rivalität mit Byzanz, soll aber dennoch imperialistische Ambitionen des Titelträgers andeuten. So nahm Simeon I. 917 den Titel „Zar der Bulgaren und Griechen“ an.
In Russland wurde der Titel von 1546 bis 1917 verwendet. Erstmalig nutzte Iwan III. 1478 ungekrönt diesen Titel. 1721 übernahm Peter I. den Titel Kaiser (Imperator), gleichbedeutend mit dem Titel Zar. Die russischen Herrscher trugen vorher den Titel Großfürst (russ. Weliki Knjas). Dieser Titel wurde in neuerer Zeit für alle nicht regierenden Mitglieder der Zarenfamilie (außer dem Zaren und/oder der Zarin) genutzt, wobei der jeweilige Thronfolger seit 1797 als Zarewitsch von den übrigen Großfürsten abgehoben wurde. Seit der dynastischen Hausordnungsreform des Zaren Alexander III. (1881-1894) durften nur noch jüngere Zarensöhne und deren jeweilige eigene Kinder den Titel eines "Großfürsten" oder einer "Großfürstin" tragen, entferntere Verwandte wurden zu "Fürsten" oder "Fürstinnen" herabgestuft.
1917 wurde mit der Februarrevolution die Herrschaft der russischen Zaren beendet.
"Zar" war der Herrschertitel
- in Bulgarien 864-1014, 1186-1396 und 1908-1946,
- in Serbien von 1346-1371.
Literatur
- Detlef Jena: Die russischen Zaren in Lebensbildern, Weltbild, ISBN 3-8289-0545-5
Siehe auch
- Liste der russischen Zaren
- Liste der bulgarischen Zaren
- Geschichte Russlands, Geschichte der Ukraine
- Geschichte Weißrusslands, Geschichte Bulgariens, Geschichte Serbiens
Filme
- Padenije dynastii Romanowych (Der Fall der Dynastie Romanow), Esfir Schub, UdSSR 1927 - Zum 10. Jahrestag der Februarrevolution
Kategorie:Adelstitel
ja:ツァーリ
Nikolaus I. (Russland)
Nikolaus Pawlowitsch (russisch Николай I Павлович; - 6. Juli (25. Juni russischer Zeitrechnung) 1796 im Schloss Gatschina bei Petersburg, † 2. März/18. Februar 1855) aus dem Haus Romanow-Holstein-Gottorp war als Nikolaus I. Zar von Russland und zwischen 1825 und 1830 letzter gekrönter König von Polen (Kongresspolen), der dritte Sohn des Zaren Paul I. von dessen zweiter Gemahlin, Maria Feodorowna (Sophia Dorothea von Württemberg).
Leben
Nikolaus wurde mit seinem jüngeren Bruder, Michael ( - 1798), von seiner vortrefflichen Mutter sorgfältig und streng erzogen und genoss einen guten Unterricht. Während der Regierung des älteren Bruders, Alexander I., blieb er den Staatsgeschäften gänzlich fern. 1814/15 bereiste er mehrere Länder Europas. Nachdem er sich am 13. Juli 1817 mit Charlotte von Preußen, ältester Tochter König Friedrich Wilhelms III. von Preußen, vermählt hatte, lebte er zurückgezogen im häuslichen Kreis im Anitschkowschen Palast in Petersburg. Sein Geschäftskreis beschränkte sich auf bloßen Garnisonsdienst, wobei er den Rang eines Oberinspektors des Geniewesens bekleidete. Nach Alexanders I. Tod (1. Dezember 1825) fiel ihm infolge der geheimen und ihm selbst unbekannten Resignation des älteren Bruders, des Großfürsten Konstantin, die Krone von Russland zu. Aber erst als Konstantin seine Entsagung bestätigt hatte, übernahm Nikolaus am 24. Dezember formell die Regierung und wurde am 3. September 1826 in Moskau gekrönt.
Eine seit Jahren vorbereitete Militärverschwörung der Dekabristen, welche am 26. Dezember 1825 zum Ausbruch kam, unterdrückte er mit großem persönlichen Mut. Dieses Ereignis sowie die Wahrnehmung einer gewissen inneren Zerrüttung, welche das milde, schwankende Regiment Alexanders I. zurückgelassen hatte, übten sicherlich bedeutenden Einfluss auf die Regierungspolitik des neuen Herrschers aus, der, wenn er auch anfangs die Minister seines Bruders beibehielt, allmählich ein autokratisches Regiment errichtete, das sich auf eine zahlreiche unbedingt ergebene Bürokratie, vor allem aber auf ein zahlreiches Heer stützte. Die Bevorzugung des Militärs zeigte sich schon in der massenhaften Vermehrung der militärischen Umgebung seiner Person; die Berechtigung der Generaladjutanten, bei allen Behörden Einsicht in die Akten, Rechenschaft über die Verwaltung, Vorlegung der Rechnungen etc. fordern zu können, stellte alle Zivilverwaltung unter militärische Aufsicht. Die Aufhebung der Leibeigenschaft lehnte Nikolaus 1826 entschieden ab. Zwar befahl ein Ukas den verschiedenen Lokalbehörden, darüber zu wachen, dass die Leibherren „nichts Übermäßiges“ von ihren Bauern fordern sollten; aber bei der Bestechlichkeit der Behörden blieb der Ukas wirkungslos, und selbst die Gesetze, welche später zur Erleichterung der Leibeigenschaft erlassen wurden, verbesserte das Wesen der Eigenhörigkeit nur wenig.
Die Außenpolitik des Kaisers war in den ersten Jahren seiner Regierung vorzugsweise auf Asien und die Eroberung der Türkei gerichtet. Der persische Krieg brachte in dem Frieden von Turkmantschai (28. Februar 1828) Russland einen bedeutenden Gebietszuwachs. 1828 begann er den Krieg gegen die Türkei, an dem er, obwohl er nicht den Oberbefehl führte, selbst teilnahm, und der Russland 1829 im Frieden von Adrianopel die Ostküste des Schwarzen Meers, den freien Verkehr auf der Donau, im Schwarzen Meer und im Mittelmeer und als weitere Folge die Gründung des griechischen Königreichs einbrachte. Die polnische Erhebung, die 1831 erst nach neunmonatlichem verheerenden Kampf unterdrückt werden konnte, weckte die leidenschaftliche Rache des Zaren, der sich fortan als Hort der Legitimität und des Rechts gegen die Revolution betrachtete. Russland selbst wurde mehr und mehr von der westlichen Welt abgeschottet, und ein verderbliches Polizei- und Spionagenetz verbreitete sich namentlich über die westlichen Provinzen.
Mit der Russifizierung der verschiedenen Nationalitäten gingen Versuche systematischer Bekehrung der Protestanten und Katholiken zur orthodoxen Kirche einher; selbst die griechisch-unierte Kirche musste 1840 ihre Vereinigung mit der orthodoxen geschehen lassen. Der wachsende Einfluss Russlands im Orient zeigte sich besonders, als sich Sultan Mahmud II. im Vertrag von Hünkâr Iskelesi 1833 Nikolaus in die Arme warf und von ihm Hilfe gegen den rebellischen Pascha von Ägypten erflehte. In den politischen Stürmen von 1848 und 1849 bewahrte Nikolaus eine abwartende Haltung, bis sich die günstige Gelegenheit fand, seinen Einfluss nach allen Seiten hin wieder zu sichern. So knüpfte seine Intervention in Ungarn die österreichische Politik an sein Interesse, und das Scheitern der deutschen Sache befestigte seinen Einfluss in Dänemark (1. Deutsch-Dänischer Krieg), während er sich in dem österreichisch-preußischen Zerwürfnis 1850 zum Schiedsrichter aufwarf.
Sein Einfluss auf Friedrich Wilhelm IV., dem seine schroffe Energie und sein entschlossenes Auftreten gegen alles, was er Revolution nannte, imponierten, war sehr groß, und die reaktionär-pietistische Partei in Preußen verehrte ihn als ihren Vater. Die Herstellung des Napoleonischen Kaisertums in Frankreich förderte das festere Anschließen der nördlichen Mächte an den Zaren und gewährte die Aussicht auf die Isolierung oder gar Bundesgenossenschaft Englands. Dennoch erwiesen sich die gewonnenen Beziehungen als unzureichend, als Nikolaus 1853 zur Ausführung des längst vorbereiteten Plans gegen die Türkei schritt. England und Frankreich traten gegen ihn in den Krieg um die Krim, und Österreich nahm eine mehr feindliche als freundliche Stellung ein. Nikolaus sta |